Meditieren Yogalehrer wie ich eigentlich täglich?

Diese Frage höre ich als Yogalehrerin sehr häufig von Schülern, Kollegen und Freunden. Die Vorstellung, ich würde jeden Tag im Schneidersitz über mehrere Stunden ruhig auf meiner bunten Yogamatte meditieren, bringt mich doch ein wenig zum Schmunzeln. Aber ja, ich kann Euch beruhigen, ich meditiere jeden einzelnen Tag. Und Du kannst das auch! Du brauchst noch nicht einmal eine Yogamatte oder einen Rückzugsort dazu. 

 

Aber wie fährt man Körper und Geist herunter, beruhigt seine endlosen Gedanken, über 5000 pro Tag? Welche der vielen verschiedenen Techniken ist die Beste? Es gibt sitzende, liegende und stehende Meditationen. Dazu findest Du zahlreiche Bücher, alte wie auch neue Literatur. Die amerikanische Autorin Gabrielle Bernstein lieferte erst kürzlich einen Bestseller mit Ihrem neuen Buch "Du bist dein Guru".

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten über Meditation und an Apps mangelt es auch nicht, z.B. Buddhify.

 

Allen Meditationen gemeinsam ist die Konzentration auf nur eine Sache, ein Wort, ein Mantra oder der Atem. Unser Geist soll sich beruhigen, sich sammeln und still werden. 

 

Das Wort Meditation bedeutet im lateinischen so viel wie "sich zur eigenen Mitte hin ausrichten". Eine sehr treffende Beschreibung. Wir wollen den Blick nach innen richten. Unseren Fokus zu unserem tiefsten Inneren, unserem eigenen Guru richten. 

 

Entspannen in den Ferien unter Palmen mit Meeresrauschen im Ohr ist keine grosse Kunst. Das kann jeder. Aber entspannen in einem Alltag mit Terminen, Deadlines, Haushalt, Hobbies und Freundeskreis, das ist wahre Kunst. 

 

Wenn Du lernst, die Meditation wie Zähneputzen in Deinen Alltag zu integrieren, wirst Du das Glück der Stille schon bald selber kennenlernen und auch in einem hektischen Alltag ruhig und gelassen bleiben. 

Wenn Du erst einmal eine Technik für Dich gefunden hast, die Dir zusagt, dann bleibe dabei und übe, übe, übe! Das kann sitzend auf der Yogamatte sein, das kann ein schöner Spaziergang achtsam in der Natur sein, ein Bestaunen des Sonnenaufgangs oder Sonnenuntergangs. Bei regelmässiger Yogapraxis kannst Du sogar während der Übungsreihe in eine meditative Haltung verfallen und Dich ganz auf Deinen fliessenden Atem, das ozeanische Atmen konzentrieren. 

 

Ich möchte Dir drei einfache Mediationen zum Üben vorstellen. Du braucht maximal sieben Minuten Zeit.

  • 1 Minute - One-Moment-Meditation: Schaue dir die einminütige Meditation von Martin Boroson an. Das Video von You Tube findest Du am Ende dieses Blogs. 
  • 2 - 4 Minuten - Meditation: Selbst habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht bei jeder Warteschlange meine Atemzüge zu zählen. Ich nutze beim Einkaufen die Zeit und atme ganz tief und stelle mir manchmal vor beim zehnten ganz bewusst und vollständig tiefem Atemzug bin ich an der Reihe. Ich habe das Gefühl die Zeit sinnvoll genutzt zu haben. Das Warten hat sich gelohnt und ich habe einen Moment die ganze Aufmerksamkeit von aussen nach tief innen gelenkt. Ganz nebenbei habe ich meinem Körper eine ordentlich Portion Sauerstoff zugeführt und mit neuer Energie versorgt. Ich warte geduldig, bin ruhig und zentriert und zapple nicht vor lauter Ungeduld. So kann ich der Verkäuferin auch ein Lächeln schenken, wenn ich an der Reihe bin. Ich bekomme stets ein Lächeln zurück. Eins und eins macht gleich zwei zufriedene Menschen. Das Warten hat sich bezahlt gemacht. 
  • 3 - 5 Minuten-Meditation: Das nächste Mal, wenn Du ein Frühstücksei kochst, nimm Dir diese Zeit zum Meditieren. Bringe das Wasser zum Kochen und schaue dem Ei 3-5 Minuten nur beim köcheln zu. Mache nichts Anderes. Nur schauen und sich darauf konzentrieren, wie das Ei köchelt. Das wird für viele von uns die schwierigste Meditation sein. Schauen, nichts denken und dem Ei zulächeln.

Für alle Bewegungsmenschen und Menschen die Zahlen lieben, hier meine Lieblingsmeditation. Im Krafttraining oder Group-Fitness wird jede Übung eine bestimmte Anzahl von Repetitionen ausgeführt. So kann man sich also im wahrsten Sinne des Wortes in Meditation zählen. Konzentriert und fokussiert zählt man seine Repetitionen mal rauf, mal runter und bleibt so ganz in seiner eigenen Mitte. 

 

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die ein oder andere Meditation in den Alltag zu integrieren. Ob Du nun ganz entspannt am Ende einer Yogastunde von Deiner Matte aufstehst mit ruhigem friedvollen Geist oder völligst ausgepowert und schweissgebadet nach einer Bootcamp oder Crossfit-Session glücklich nach Hause gehst, liegt an den gleichen physiologischen Parametern. 

 

Regelmässiger Sport und / oder regelmässige Meditation haben folgendes gemeinsam:

  • 5% dickere Hirnrinde (Selbstwahrnehmung steigt)
  • Nerven wachsen
  • Blutdruck sinkt
  • Herzschlag sinkt
  • Dopamin (Hormon was glücklich macht) steigt
  • langfristig Cholesterin-senkend 

 

Last but not least ein passender geklauter Spruch: You can’t hire someone to do your push-ups for you. You have to do it yourself!

 

Also sei wie Sylvi - mache Meditation und Sport - beides in Massen und finde deine innere Balance mit den Polaritäten des Lebens.

 

Eure Sylvi

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Comments: 6
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