WHO IS PATANJALI? YOGA-PHILOSOPHIE HUMORVOLL EINFACH - HUMORVOLL ANDERS!

In der Yogaszene ist sicher jeder schon mal über Patañjali gestolpert. Dennoch haben wohl die wenigsten 195 Verse aufgeteilt in vier Kapiteln von A - Z studiert. Keine Sorge! Ich kenne auch niemand, der alle Bibelverse auswendig kann. 

Viel mehr geht es um die Botschaft dieser 2000 Jahre alten Schrift. Das Yogasutra des Patañjali ist einer der bedeutendsten Klassiker des Yoga und bildet die Grundlage für alle modernen Yogalehren.

 

Dieser Leitfaden will uns den Weg zur Freiheit zeigen in acht Stufen. Diese acht Stufen könnte man heutzutage als acht Meilensteine oder Hindernisse (Kleshas) im Leben beschreiben, die es zu überwinden gilt, um daran zu wachsen und zu reifen. 

Die ersten fünf Stufen bezeichnet man als den praktischen Yoga (Kriya-Yoga). Die Stufen sechs, sieben und acht werden als königlicher Weg oder geistiger Weg (Raja-Yoga) bezeichnet. 

 

Ein kurzer Überblick der acht Stufen: 

1. Yamas – Umgang mit der Umwelt 

2. Niyamas – Umgang mit sich selbst

3. Ãsanas – Körperübungen 

4. Prãnãyãma – Atemübungen 

5. Pratayãhãra – Umgang mit den Sinnen

6. Dhãranã – Konzentration

7. Dhyãna – Meditation

8. Samãdhi – Freiheit

 

Wenn Du jetzt weiterliest betrittst Du die erste Stufe zur vollkommenen Freiheit:) Willkommen und nimm Step by Step! Noch keiner hat es geschafft sieben Stufen zu überspringen. Fange mit dem ersten Schritt an!

 

THERE IS NO ELEVATOR TO SUCCESS. YOU HAVE TO TAKE THE STAIRS.

 

1. Stufe - Yama

Hierbei geht es um einen friedvollen Umgang mit Mitmenschen, Tieren und der Umwelt. Ehrlich, wahrhaftig und loyal durchs Leben schreiten. In Gedanken, Worten und Taten sich selbst treu bleiben. Das Schicksal selbst in die Hand nehmen und Schöpfer seines eigenen Lebens werden. 

Aus ethischen Gründen wird in vielen Yoga Stilen eine vegetarische Lebensweise bevorzugt. Dies ist aber sicherlich kein Muss und sollte niemanden auf seinem Weg nach oben aufhalten. Auch als ethischer Omnivore wirst Du mit Deinen Aufgaben wachsen. Wie heisst es so schön: Die Leber wächst mit Ihren Aufgaben! 

 

2. Stufe - Niyama

Und da wären wir schon bei Stufe zwei. Den Blick weiterhin nach innen gerichtet, geht es jetzt um die Selbstreflexion. Sich selbst nicht so ernst nehmen und sich auch kritisch gegenüber stehen. Student und Dozent gleichermassen sein. Dein grösster Lehrmeister bist Du! Schöne Bescherung denkst Du jetzt! 

Ein weiteres Kriterium auf der zweiten Stufe ist die Selbstliebe, Reinigung und Pflege des Körpers. Unser Körper ist nichts anderes als eine schöne Hülle, die wir Erdenbürger für einen gewissen Zeitraum mieten, um darin zu wohnen. Wer möchte nicht in einen schönen und gepflegten Tempel leben?

 

DER KÖRPER IST TEMPEL VON SEELE UND GEIST. EIN GESUNDER GEIST LEBT IN EINEM GESUNDEN KÖRPER.

 

Ein weiterer Punkt ist die Zufriedenheit, Genügsamkeit und Bescheidenheit. Zufriedenheit ist ein positiver Geisteszustand. Zufrieden sein mit dem was man hat und nicht dem hinterher trauern, was man nicht hat.

Dazu gibt es ein schönes YouTube Video, Be grateful for what you have! (siehe unten im Blog).

 

3. Stufe - Asana

Die dritte Stufe, ist für uns Europäer, die bekannteste Stufe des Yoga's. Sie beinhaltet unendlich viele verschiedene Yogaübungen, die alle ein Ziel haben: Beweglich und geistig ruhig zu werden, um sehr sehr lange im Lotussitz, einfach nur SITZEN UND NICHTS DENKEN zu können! Das ist schon eine etwas schwierigere Aufgabe für uns Europäer mit steifer Hüfte und vollem „Monkeymind“. Vielleicht probiert Ihr es zunächst einmal, ganz lange in der tiefen Hocke zu sitzen. Üben, üben, üben! Und das Denken durch Atemzüge zählen im Zaun zu halten. Ablenkungen sind menschlich. Einfach immer wieder bei eins anfangen, irgendwann klappt schon mal eine Minute den Geist ruhig zu halten. Die Treppenstufen zur Freiheit darf man auch halbieren oder vierteln. Ihr kommt auch so ans Ziel. Nur Geduld!

 

4. Stufe - Prãnãyãma

Auf dieser Stufe geht es um Atemübungen. Prana heisst übersetzt Energie oder universelle Lebenskraft. Man möchte möglichst viel Prãnã (Lebensenergie) tanken, um den Geist vom Irdischen zu lösen. Sicher kennt jeder die schönen bunten Helium-Luftballone. Ich stelle mir das ein wenig so vor: Je mehr Luft, so leichter kann der Ballon davon fliegen.  Bezogen auf unseren Körper und Geist heisst das, je leichter wir gedanklich werden, desto leichter wird das Leben, Älterwerden und auch das Lebewohl (RIP) zur Erde sein. Loslassen, damit das Herz fliegen lernt! Prãnãyãma war übrigens lange Jahrhunderte eine geheime Lehre. 

 

5. Stufe - Pratayãhãra

Ab hier wird die Luft dünn. Es geht in eine subtile, sehr feinstoffliche Welt. Mir fehlen im wahrsten Sinne des Wortes gute Erklärungen. Und doch versuche ich einfach zu bleiben. In Pratayãhãra wird die Verbindung des Geistes und der Sinne getrennt. Der Geist wird nicht mehr von Außen genährt. Es ist das Nach-innen-Lenken der Aufmerksamkeit.

 

6. Stufe - Dhãranã

Dhãranã bedeutet soviel wie Konzentration, die Ausrichtung auf einen Punkt, eine Richtung. Ein schöner Spaziergang z.B. und die Gedanken nur mit der Schönheit und Beobachtung der Natur füttern. 

 

7. Stufe - Dhyãna

Jetzt wird es echt schwierig für uns. Das Denken gänzlich zum Erliegen zu bringen, sich in Versenkung üben. Für diese Erfahrungen gibt es keine Worte mehr. Die Aktivitäten des Geistes sollen gänzlich zur Ruhe kommen. 

 

8. Stufe - Samãdhi

Und hier am Ende der Leiter beginnt die wahre Freiheit. Samãdhi ist der Zustand absoluter Glückseligkeit – das höchste Ziel eines Leben im Yoga. Reines Bewusstsein, die Erkenntnis des Allwissens. Ein Gefühl der Einheit mit Allem. 

 

DU BIST NICHT EIN TROPFEN IM OZEAN, SONDERN DER OZEAN IN EINEM TROPFEN.

 

Zusammenfassung:

Diese acht Stufen sollen Dein Leben glücklicher, zufriedener und freier machen. Es sind Empfehlungen aber keine Zwänge und keine starren Regeln. Lebe im Einklang mir Dir und der Umwelt.  

Je nach Lebensphase können die Aspekte sich für Dich verändern. Vielleicht hast Du einige Zeit enthaltsam in einem Ashram gelebt und heute im Hier und Jetzt geniesst Du auch wieder ein Glas Wein zum Abendessen. Vielleicht hast Du Dich einige Zeit vegetarisch oder auch vegan ernährt. Aber nicht jeder Mensch ist für diese Ernährungsweise ein ganzes Leben lang gemacht. Du darfst also jederzeit mit bestem Wissen und Gewissen die Stufen Deiner Lebenssituation anpassen. So lange Du ehrlich und wahrhaftig im Einklang mit Deinem grössten Lehrmeister in Dir selbst bleibst. 

 

Eure Sylvi

 

MOVE SMARTER - BREATH DEEPER - LIVE MORE (swiss yoga conference http://ch.insideyoga-conference.com/)

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Comments: 2
  • #1

    Georgetta Lipsey (Sunday, 05 February 2017 13:22)


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    Tam Struck (Monday, 06 February 2017 11:20)


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