Yoga ist nicht gleich Yoga - welcher Stil passt zu mir? 10 bekannte Yoga-Richtungen der Reihe nach:

1. Hatha-Yoga

 

Hatha-Yoga ist im Grunde genommen die Basis für alle weiteren Stile. Durch Atemübungen, Meditation und wenig schweisstreibende Übungen soll der Körper zurück ins Gleichgewicht gebracht werden. Ein harmonischer Stil für alle Einsteiger um Körper, Geist und Seele wieder in Balance zu bringen. 

 

2. Asthanga-Yoga

 

Diese sehr anspruchsvolle Übungsreihe wird immer gleich ausgeführt und von erfahrenen Lehrern in Sanskrit durchgezählt. Kein Yoga für Einsteiger. Spätestens nach der Hälfte der Stunde ist man schweissgebadet. Es braucht viel Kraft, um immer wieder durch die dynamischen Bewegungsabläufe zu gelangen. Diese werden von erfahrenen Asthangi-Yogis sogar springend absolviert. Die immer gleiche Abfolge führt nach jahrelanger Praxis zu einer Art Meditation, sozusagen eine bewegte Meditation in grösster exakter und graziler Ausführung. Empfohlen für pünktliche disziplinierte Yogis, die Strukturen lieben. 

 

3. Power-Yoga

 

Diese abgewandelte Form des Ashtanga-Yoga wurde von dem Amerikaner Bryan Kest in den Neunzigern populär. Bei diesem Stil gibt es keine vorgegebene Abfolge der Übungen. So kann der Lehrer besser auf das Level der Schüler eingehen. Trotzdem sicherlich einer der körperlich anstrengenderen Stile, aber ohne indische Dogmen. 

Der Gründer Bryan Kest bezeichnete seine Art Yoga zu praktizieren als „ermächtigend", im Englischen „empowering“. So entstand der Name Power Yoga. 

 

4. Bikram-Yoga

 

Wird auch als Hot Yoga bezeichnet. Es werden 26 Übungen bei warmen 38°C ausgeführt mit jeweils zwei Wiederholungen. Wer es gerne warm und heiss mag, wird schnelle Erfolge in seiner Beweglichkeit feststellen. Intensiv und schweisstreibend sorgt das Yoga für geschmeidige Muskeln, Sehnen und Bänder und soll den Körper beim „entgiften“ unterstützen.

 

5. Vinyasa-Flow

 

Eine fliessende dynamische Übungsabfolge, für alle Yogis mit Grundkenntnissen. Perfekt für Sportler, die eine Ergänzung zu ihrem Training suchen und nicht so gerne lange still halten können. Die einzelnen Übungen werden mit der Atmung verknüpft und fördern Ausdauer, Balance und Beweglichkeit gleichermassen. 


6. Jivamukti-Yoga

 

Ein spiritueller Stil aus New York stammend, der mit passender Musik der jeweiligen Metropole untermalt wird. Auch Mantra-Gesänge sind fester Bestandteil der Stunden. Hier hält man sich streng an vegane Ernährung. Die Übungsabfolge ähnelt dem Vinyasa-Flow. 

Ein Stil für suchende Yogis, die keine Mühe mit strikten Dogmen haben.

 

 

 

7. Sivananda-Yoga

 

Ein sehr spiritueller Stil, bei dem zu Beginn der Stunde Mantras rezitiert werden. Danach folgen  Atemübungen und wenig später steht man auch schon im Kopfstand. Eher geeignet für erfahrene Yogis, die sich gerne mit spirituellen Themen befassen und ein wenig Vorkenntinisse mitbringen. 


8. Iyengar-Yoga

 

Mit Blöcken, Gurten, Bolstern und Stühlen wird der Yogi hier perfekt in einzelnen Übungen ausgerichtet. Die Anweisungen erfordern Zeit, dementsprechend wenig dynamisch ist der Stundenaufbau. Vorteil ist ein sehr therapeutischer Ansatz, für Laien wie Fortgeschrittene gleichermassen geeignet. 

 

9. Kundalini-Yoga

 

Hier geht es ausschließlich um Energie. Es geht um die Frage, wie erwecke ich meine Kundalini, um zur Erleuchtung zu gelangen? Dies soll durch Meditation, Chakren-Reinigung und sehr gewöhnungsbedürftigen Übungen erreicht werden. Häufig wird auf Wollmatten praktiziert, um sich vor störenden Energien zu schützen. 


10. Acro-Yoga

 

 

Ein neuer Stil, der zu zweit bzw. zu dritt ausgeführt wird, vergleichbar mit Partnerakrobatik. Es braucht viel Vertrauen, da man zu zweit hochakrobatische Positionen ausführt. Für die Hebepositionen ist es von Vorteil einen Mann als „Base“ zu haben und eine Frau, die die Hebeposition fliegend ausführen kann. Die dritte Person nennt man „Spotter“, der die Aufgabe hat zu assistieren.  Ein sehr gemeinschaftlicher Yoga-Stil für Menschen, die gerne Nähe haben und sich eben auch einiges an Akrobatik zutrauen. 

Write a comment

Comments: 2
  • #1

    cora (Thursday, 31 March 2016 13:17)

    ANUSARA!?

  • #2

    sylvi (Thursday, 31 March 2016 13:51)

    Cora, you are so right! I forgot Anusara? Where do you live? Switzerland or elsewhere? I have to add it! namaste and thx